Das emotionale Gehirn steuert nicht nur die inneren Abläufe des Körpers, seine zweite ebenso wichtige Aufgabe ist es unsere affektiven Beziehungen im Gleichgewicht zu halten und dafür zu sorgen, dass wir unseren Platz in der Familie und in der Gesellschaft haben.  Dies hat sehr viel mit Resilienz zu tun. Ängste und Depressionen sind oft Notsignale, die vom emotionalen Gehirn ausgesandt werden, wenn es eine Bedrohung unseres sozialen Gleichgewichts feststellt. Um es zu beruhigen, müssen wir unsere Beziehungen zu anderen sorgsam pflegen.

Liebe ist ein biologisches Bedürfnis, das konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Als  Mitte des 20. Jahrhunderts die ersten modernen Waisenhäuser errichtet wurden, durften aus Angst vor ansteckenden Krankheiten, die Pflegerinnen die Kinder weder berühren noch mit ihnen spielen. Als eine Rötelepidemie ausbrach, starben trotz hervorragender körperlicher Versorgung und Ernährung  40% der angesteckten Kinder. Außerhalb der so „hygienischen“ Waisenhäuser, starben an dieser an sich harmlosen Erkrankung nicht einmal ein Prozent der Kinder.

In Studien wurde festgestellt, dass die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Kind (Eingehen auf die kindlichen Bedürfnisse, Einfühlungsvermögen), sich viele Jahre später auf den Tonus des parasympatischen Systems auswirkt, das heißt den Faktor bestimmt, der einen kohärenten Herzschlag begünstigt und die Widerstandskraft gegen Stress und Depressionen erhöht.

Wenn Beziehungen gestört sind, geraten unsere Körperempfindungen durcheinander. Dieser affektive Schmerz, ist oft stärker als körperliches Leiden. Aber nicht nur die Liebe zu unseren Partnern, sondern all unsere Gefühlsbeziehungen zu unseren Mitmenschen aber auch unseren Haustieren, wirken auf unser emotionales Gehirn.

In einer Untersuchung des Amercian Journal of Cardiology, wurde festgestellt, dass Patienten, die nach einem Herzinfarkt gefährliche Rhythmusstörungen entwickelt hatten, im Verlauf eines Jahres ein sechsmal geringeres Risiko hatten, an einem weiteren Infarkt zu sterben. Eine Studie aus Harvard, wies nach, dass sich bei Bewohnern eines Altenheims, die sich um eine Zimmerpflanze kümmerten, die Sterblichkeit um die Hälfte reduzierte.

So wie Pflanzen sich dem Licht der Sonne zuwenden, so brauchen wir das Licht von Liebe und Freundschaft. Um unsere Resilienz zu stärken, müssen wir lernen, unsere Beziehungen zu anderen so gut wie möglich zu gestalten.
Ein Werkzeug dazu, ist die Grundlagen der „emotionalen Kommunikation“ zu erlernen, dazu mehr im nächsten Beitrag.

Literaturtipp: Emotionale Intelligenz 2.0

Ihr Ronald Lengyel

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