Ein Artikel zu dem Thema Hochsensibilität:

In der heutigen westlichen Leistungsgesellschaft werden alle Menschen vermehrt mit Reizen, Druck und Leistungsanforderungen konfrontiert. Dies hat auch eine entsprechende Auswirkung auf jeden einzelnen Menschen, aber auch auf die Kommunikation und den Umgang miteinander.

Bezugnehmend auf die Grundlagenforschungen von Elaine Aron sind 15-20% der Menschen hochsensibel. Dies bedeutet auf die Gesamtpopulation in Österreich gerechnet, dass bis zu 1,6 Mio. Menschen diese Eigenschaft aufweisen können. Da sehr wenige über dieses Thema Bescheid wissen und auch die Forschung darüber noch in den Kinderschuhen steckt, ist es wichtig dieses Thema in unserer Gesellschaft auch aktiv anzusprechen.

Von Hochsensibilität spricht man, wenn Menschen aufgrund einer besonderen Eigenschaft ihres Nervensystems mehr Reize aufnehmen und diese intensiver verarbeiten als andere Menschen. Dies hat viele Vorteile wie hohe Empathie oder stark vernetztes Denken, führt allerdings auch zu früheren Erschöpfung und scheinbar geringerer Belastbarkeit.

In den letzten Monaten und Jahren beschäftigten sich sehr viele Menschen mit diesem Thema. Dies kann man aus zahlreichen Blogs, Zeitungen aber auch Fernsehinterviews entnehmen. Diese Berichte behandeln vorrangig die Möglichkeiten, wie man mit seiner eigenen Hochsensibilität bestmöglich umgeht, um in der heutigen Gesellschaft ein gutes und erfülltes Leben führen zu können. Neben diesen Informationen steigt auch die Anzahl der Angebote von Menschen, die Hochsensible in deren Entwicklung unterstützen. Beispielsweise ist im Nachbarland Deutschland ein entsprechender Boom festzustellen, was sich auch durch die Anzahl der möglichen Ausbildungen als Coach und Berater, aber auch an den Angeboten von Seminaren und Workshops zu diesem Thema messen lässt.

Es ist notwendig sich vor dieser Entwicklung nicht zu sehr zu verschließen, da es auf der einen Seite notwendig ist hochsensiblen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, um sich selbst entwickeln zu können und auf der anderen Seite das Umfeld für ein gesundes Miteinander geschaffen werden soll. Da jeder Mensch andere Bedürfnisse hat und unterschiedlich auf externe und interne Reize reagiert, ist es besonders wichtig, dass auch Menschen, die diese Eigenschaft nicht aufweisen, mit dem Thema Hochsensibilität etwas anfangen können.

Neben 15-20% der Menschen mit einer hochsensiblen Anlage darf man auf die 80-85% der Menschen, die diese Anlage nicht aufweisen, nicht vergessen. Wie eingangs erwähnt wird unsere Gesellschaft immer schnelllebiger, was sich auch auf unsere Kommunikation und den Umgang miteinander auswirkt. Besonders Personen mit einer Führungsaufgabe sollten sich mit diesem Thema vertraut machen. Hochsensible Mitarbeiter können unter den richtigen Arbeitsbedingungen und mit dem richtigen zwischenmenschlichen Umgang eines der größten Potenziale für ein Unternehmen darstellen.

Leider wird dies durch einen dementsprechenden Informationsmangel zu dem Thema Hochsensibilität nicht ausgeschöpft. Viele Arbeitnehmer fühlen sich nicht verstanden, was sich teilweise auch aus den Zahlen des Fachkräftemangels und der Burnout-Opfer entnehmen lässt. Deswegen ist es wichtig, dass es für Personen, welche an und mit Menschen arbeiten, auch Angebote gibt, um hochsensible Menschen besser verstehen zu können. Dies ist wichtig für hochsensible Menschen, um sich besser verstanden zu fühlen, und nicht als „Weichei“ abgestempelt zu werden, aber auch für die Gesellschaft an sich, um auch das Potenzial, das durch die Hochsensibilität gegeben ist für eine positive Gestaltung des Miteinanders nutzen zu können.

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