„Je weniger ich im Ganzen an unsere Zeit glauben kann, je mehr ich das Menschentum verkommen und verdorren zu sehen meine, desto weniger stelle ich diesem Verfall die Revolution entgegen und desto mehr glaube ich an die Magie der Liebe!“
Hermann Hesse

Wir leben in einer Gesellschaft, die Geld und Konsum als oberste Priorität sieht. Das Bewusstsein, dass materielle Dinge uns, ohne die Fähigkeit lieben zu können, nicht glücklich machen, ist wenig bis gar nicht vorhanden.

Peter Lauster gibt in seinem Buch „Die Liebe: Psychologie eines Phänomens Hinweise, welch positiven Einfluss die Fähigkeit zu lieben auf unser Lebensglück hat.

Liebe ist positive Zuwendung, die sich in Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Wachheit gegenüber den anderen zeigt und ohne Kritik, Hass oder Abwertung geschieht. Die Zuwendung bezieht sich auf alles, was im Moment geschieht und schließt auch Tiere und  Natur mit ein. Insofern ist der liebesfähige Mensch nicht nur ein Menschenliebhaber, sondern er liebt das Leben allgemein.

Wir geben Zuwendung, ohne selbst welche zu erwarten. Die Fähigkeit, einen anderen zu lieben, ohne danach zu fragen, ob man wiedergeliebt wird, ist die reife Liebe des autonomen Menschen, der keinen anderen manipuliert und auch selbst nicht manipuliert werden kann und will. Die reife Liebe ist auf das eigene Sein gegründet, sie ist nicht unsicher und fragt nicht nach Resonanz, sie respektiert das andere Sein und fordert nichts. Reife Liebe als Prozess und Zustand ist Selbstfindung.

Der psychisch gesunde Mensch erlebt jeden Augenblick in voller Wachheit und Klarheit, wenn er Kummer oder Ärger hat, dann ärgert er sich sofort und schiebt seinen Ärger nicht ins Unterbewusste ab. Wenn er traurig ist, dann ist er es sofort, und er lenkt sich nicht ab, sondern lebt seine Trauer im aktuellen Moment.

Die Liebesfähigkeit ist in direkter Weise mit der psychischen Gesundheit verbunden. Wenn schmerzliche Erlebnisse der Lieblosigkeit und Abweisung nicht sofort verarbeitet werden, was bei den meisten Menschen die Regel ist, sondern durch Abwehrmechanismen beiseite geschoben werden, dann entsteht ein Teufelskreis, der den Menschen immer mehr in Verhärtung und Abkapselung hineinführt. Wir sollten lernen, aus dieser Störung unserer Liebesfähigkeit wieder heraus zu kommen um frei, glücklich und ohne Angst leben zu können.

Angst ist die Abwesenheit von Liebe, die Fähigkeit zu lieben nimmt der Angst den Schrecken und lässt und lebendig sein. Lebendig sein, ist volle Aufmerksamkeit im Augenblick, es gibt kein Gestern und kein Morgen nur das Hier und Jetzt. Nur wer liebt (besonders sich selbst) hat das Leben gewonnen!

Die Grundvoraussetzungen für die Liebe:

  • Die gesellschaftlichen Verhältnisse müssen ignoriert werden.
  • Die Begierde muss verschwinden
  • Das Selbstbewusstsein muss sich entwickeln und stärken.
  • Die Sinne müssen sich öffnen, es herrscht Sensitivität, Meditation.
  • Die Schönheit entfaltet sich unabhängig von der Mode.
  • Das Denken wird still, es herrscht Zeitlosigkeit
  • Alleinsein ist möglich, ohne Einsamkeit oder Isolation zu empfinden.
  • Lust ist von der Liebe nicht getrennt.

Weihnachten, das Fest der Liebe, ist ein guter Zeitpunkt, sich auf diese Thematik einzulassen.

Ihr Ronald Lengyel

Buchempfehlung: Die Liebe: Psychologie eines Phänomens von Peter Lauster

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