Link zu ResilienzvorträgeDie emotionale und soziale Kompetenz sind eng miteinander verbunden und beeinflussen unsere sozialen Beziehungen im privaten aber auch im beruflichen Kontext. Sie bestimmen den Umgang mit den eigenen Emotionen und den Emotionen und Wünschen anderer. Damit lassen sich soziale und emotionale Konflikte bewältigen. Der Erwerb emotionaler und sozialer Kompetenzen beginnt schon in der Kindheit.

Sozial und emotional kompetente Menschen haben folgende Eigenschaften:

  • Erfolgreiche Anpassung an das soziale Umfeld (weniger Aggressionen)
  • Positive Peer-Beziehungen
  • Positive Beziehung zu Familie, Kollegen und Freunde
  • Prosoziales Verhalten (Kooperationsfreudig, Teamfähig, sozialer Zusammenhalt)

Soziale und emotionale Kompetenzen sind in der heutige Zeit von großer Bedeutung. Das Fehlen dieser wird als Ursache für viele soziale Probleme angenommen. Deswegen sind Maßnahmen zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenz bei vielen Menschen ein wichtiger Faktor, um sich in der heutigen Zeit optimal integrieren zu können.

Emotionale Kompetenz

Allgemein kann unter emotionaler Kompetenz die Fähigkeit verstanden werden, mit eigenen Emotionen und mit Emotionen anderer angemessen umzugehen. Emotionen werden als kurzlebige, vorübergehende Gefühlszustände und als Reaktion auf äußere Ereignisse verstanden. Sie gehen mit bestimmten physiologischen (Körper-)Reaktionen einher und haben Einfluss darauf, was und wie schnell wir etwas wahrnehmen, wie wir auf diese Sinneseindrücke reagieren und was wir dabei denken. Weiter beeinflussen diese unser Handeln, prägen unser tägliches Leben und formen entscheidend die Qualität sozialer Interaktionen und sozialer Beziehungen zu anderen Menschen. Allgemein dienen Emotionen der Anpassung an die Umwelt. Ein umfassendes Wissen über Emotionen und die Fähigkeit, mit eigenen Emotionen umzugehen, sind daher entscheidend für das Erleben positiver sozialer Interaktionen und den Aufbau stabiler Beziehungen zu anderen Menschen.

Eigener Emotionsausdruck

Reslienz3Menschen lernen, die eigenen Emotionen durch Mimik und Gestik angemessen auszudrücken, damit andere Personen in der Lage sind, den emotionalen Zustand zu erkennen. Dies ist in gesellschaftlichen Konventionen wichtig beziehungsweise auch zur Wahrung eigener Interessen.

Die Unterscheidung zwischen Emotionserleben und -ausdruck ist wichtig, um den eigenen Emotionsausdruck an Situationen anzupassen, aber diesen auch strategisch einzusetzen.

Erkennen des Emotionsausdrucks anderer Menschen

Das Erkennen von Emotionen bei anderen Personen ist wichtig für eine erfolgreiche Interaktion mit unseren Gesprächspartner. Können wir abschätzen, wie sich das gegenüber gerade fühlt, hilft uns dies, das eigene Handeln darauf abzustimmen. Personen, die Emotionen anderer gut erkennen, sind in ihrer Umwelt höher angesehen.

Sprachlicher Emotionsausdruck, Emotionswissen und -verständnis

Der sprachliche Emotionsausdruck umfasst die Fähigkeit, eigene Emotionen zu beschreiben und diese mitteilen zu können. Voraussetzung dafür ist ein weitreichendes Emotionswissen und -verständnis. Dadurch lassen sich eigenen Emotionen besser beschreiben und so kann man die eigenen Bedürfnisse besser mitteilen. Menschen mit geringen Fertigkeiten werden schneller wütend und neigen eher zu einem sozial unangemessenen Verhalten.

Darüber hinaus bilden Verständnis für und Wissen über Emotionen die Basis für die Entwicklung von Empathie und prosozialem Verhalten. Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für das Erlernen von Emotionsregulation.

Soziale Kompetenz

Definitionen soziale Kompetenz

Link ResilienzvorträgeDie soziale Kompetenz ist die Fähigkeit einer Person, persönliche Ziele in sozialen Interaktionen zu erreichen, während positive Beziehungen zu anderen über die Zeit und über verschiedene Situationen aufrecht erhalten werden. Diese Definition betont die Fähigkeit zur Erhaltung von positiven sozialen Beziehungen.

Soziale Kompetenz wird oft als generelle, übergreifende Kompetenz dargestellt. Sie umfasst eine Vielzahl von sozialen Fertigkeiten, Verhaltensweisen und Kompetenzen, die sich auf Aufgaben im sozialen und beruflichen Umfeld beziehen, die eine Person erfolgreich umsetzt.

Diese Definitionen setzen für sozial kompetentes Handeln grundlegend kognitive Fähigkeiten voraus, sich selbst von anderen unterscheiden zu können.

Soziale Kompetenz umfasst mindestens die folgenden fünf Aspekte:

•        Fähigkeit zur Perspektivenübernahme

•        Erkennen der Bedeutung von Freundschaften/ Partnerschaften

•        Entwickeln positiver Strategien innerhalb sozialer Interaktionen

•        Entwicklung moralischer Wertvorstellungen

•        Fertigkeiten zur Kommunikation

Anhand der folgenden fünf Dimensionen sozialer Kompetenz wird versucht die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erfassen, anhand welcher sich soziale Kompetenzen feststellen lassen:

•        Fertigkeiten zur Bildung positiver Beziehungen (soziale Perspektivenübernahme; anderen helfen oder sie loben)

•        Selbstmanagementkompetenzen (Konflikte bewältigen oder die eigene Stimmung regulieren)

•        Akademische Kompetenzen (auf die Anweisungen von Vorgesetzen zu hören oder um Hilfe bitten)

•        Kooperative Kompetenzen (Anerkennung sozialer Regeln; angemessene Reaktionen auf Kritik)

•        Positive Selbstbehauptung und Durchsetzungsfähigkeiten (Gespräche oder Aktivitäten beginnen)

Zusammenhang von sozialer und emotionaler Kompetenz

kompetenz5Emotionale und soziale Kompetenz stehen in enger und vielfältiger Beziehung zueinander. Gewisse emotionale Fertigkeiten bilden die Grundlage für sozial kompetentes Verhalten. Eine hohe emotionale Kompetenz geht mit einer höheren sozialen Kompetenz und mit weniger Problemen einher.

Emotionen formen die motivationale Basis für Empathie und prosoziales Verhalten ebenso wie für Wut, aus der schlimmstenfalls aggressives und gewalttätiges Verhalten resultiert. Emotionale Kompetenz verstärkt zum Beispiel die soziale Perspektivenübernahme, d.h. eine Person kann sich besser vorstellen, wie sie sich fühlen. Diese Fertigkeiten helfen dabei, eigenes Verhalten besser auf das von anderen Menschen abzustimmen. Daher sind emotional kompetente Personen in der Regel beliebter und weniger aggressiv.

Menschen mit einer geringen emotionalen Kompetenz weisen hingingen eine geringe soziale Kompetenz und häufiger externalisierendes Verhalten auf.

Ängstliche Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eher ein eingeschränktes Repertorien mimischen Ausdrucksmöglichkeiten haben und bei der Interpretation von Emotionen anderer unsicherer sind. Geringe Fertigkeiten bei der Wahrnehmung und Benennung von eigenen und fremden Emotionen gehen mit der Ablehnung durch andere Personen einher. Versteht man die Emotion eines anderen nicht, kommt es schneller zu Missverständnissen und Konflikten.

Da emotionale und soziale Kompetenzen eng miteinander verknüpft sind, wird häufig von sozial-emotionalen Kompetenzen und in der Folge von sozial-emotionalen Fertigkeiten gesprochen.

Durch ein Training der sozial-emotionalen Schlüsselfertigkeiten kann das Risiko für emotionale Probleme (z.B. Angst, sozialer Rückzug) und für Verhaltensprobleme (z.B. aggressiv-dissoziales Verhalten) reduziert werden. Der erfolgreiche Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen ist Voraussetzung für eine gesunde Resilienz.

Umgekehrt stellen gering entwickelte sozial-emotionale Kompetenzen einen bedeutsamen Risikofaktor für vielfältige Probleme (z.B. aggressiv-dissoziales Verhalten) dar.

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