HochsensibilitätHochsensibilität: Jeder Mensch braucht eine gewisse innere Erregung unter der er am besten arbeiten kann

Wenn man zu wenige Anregungen erfährt ist man schnell gelangweilt. Im Gegenzug dazu führt ein zu viel an Anregungen zu Überforderung, Überreizung, Erschöpfung, Gereiztheit und der persönliche Wunsch sich zurückzuziehen rückt in den Vordergrund.

Die Schwelle von Überforderung oder Unterforderung ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

Hochsensible Personen haben zu einem Zeitpunkt ihre maximale Anregungsgrenze erreicht, an dem durchschnittsensiblen Personen noch langweilig ist. Wird der Stimulus weiter in die Höhe getrieben, wo sich durchschnittsensible Personen auch nicht mehr wohlfühlen ist der Hochsensible bereits überstimuliert.

Hochsensible Menschen haben aufgrund einer neurologischen Besonderheit einen weniger ausgeprägten Filter, als nicht hochsensible Menschen. Sie nehmen viel mehr Informationen auf und sind viel empfindlicher für Reize von ihrer Umwelt und von sich selbst. Einzelheiten werden in einem weit größeren Spektrum auf- und wahrgenommen.

Was von Hochsensiblen in den einzelnen Fällen im speziellen intensiver wahrgenommen wird ist sehr unterschiedlich, da sich die Wahrnehmung auf die innere aber auch äußere Welt erstreckt. Zum Bespiel werden von vielen Hochsensiblen Gerüche, optische aber auch akustische Eindrücke intensiver und facettenreicher wahrgenommen. Andere bemerken zum Beispiel feinere Nuancen im Kontakt zu anderen Menschen, teilweise können Hochsensible fühlen, ob ihr Gegenüber die Wahrheit sagt, oder eine Lüge verbreitet.

Elaine Aron, einer amerikanischen Psychologin, ist es zu verdanken, dass sie aus fachlicher Sicht das Phänomen der Hochsensibilität entdeckt hat und auch den Begriff HSP (Highly Sensitive Person) geprägt und auch publik gemacht hat .

Die grundlegende Arbeit zu dem Thema Hochsensibilität wurde von Aron und Aron im Jahr 1997 veröffentlicht. In dieser Arbeit wurde von den Autoren das Konstrukt unter Bezugnahme auf frühere Forschungsarbeiten hergeleitet. Aron beruft sich unter anderem auf eine Studie, nach der 15-20% aller Individuen einer Gesamtpopulation auf die Konfrontation mit Reizen anderes reagieren als die anderen Populationsmitglieder.

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Hochsensibilität wird oft mit Ängstlichkeit, Schüchternheit und Introversion verwechselt. Diese Eigenschaften können natürlich auch auf hochsensible Personen zutreffen, jedoch gibt es Studien, dass ca. 30% der hochsensiblen Menschen eher extrovertiert und nicht auffallend schüchtern oder ängstlich sind. Auch der Mythos, dass Frauen sensibler sind als Männer, kann man durch laufende Studien und

Untersuchungen widerrufen. Jedoch ist der Mann durch die Geschichte so geprägt, dass die Vorstellung von einem „richtigen Mann“ in der Gesellschaft nicht mit der, der Sensibilität konform geht und deshalb diese Seite meist unterdrückt wird.

Teilweise besteht auch die Annahme, dass Hochsensible weniger aufnahmefähig sind als nicht-hochsensible Menschen. Informationen werden pro Zeiteinheit lediglich tiefer, intensiver und gründlicher wahrgenommen und verarbeitet.

Hohe Sensibilität hat Vorteile, aber auch Nachteile.

Wenn man Reize wahrnimmt, die andere Menschen nicht beeinflussen, kann dies eine enorme Bereicherung für das eigene Leben sein. Im Gegensatz zu nicht hochsensiblen Menschen kann man Dinge im Leben einfühlsamer und detailorientierter wahrnehmen. Dadurch entwickelt man ein besonders reiches Innenleben. Man ist meist kreativ, intelligent, gewissenhaft und man hat eine ausgeprägte Intuition, welche im Alltag große Vorteile mit sich bringen kann.

Typische Aspekte von Hochsensibilität

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Man kann von Hochsensibilität sprechen, wenn man Geräusche, Licht, Gerüche, Druck, Hitze, Kälte, Stimmungslagen und Sinnzusammenhänge intensiver wahrnimmt als andere Menschen. Diese Eindrücke werden tiefer verarbeitet und führen schneller zu einer Überstimulation als bei einem nicht hochsensiblen Menschen.

Positiv besetzte Aspekte in der Hochsensibilität sind:

  • Ausgeprägte Fähigkeit zwischen den Zeilen zu lesen
  • Hohe Intuition
  • Starker Gerechtigkeitssinn
  • Großer Idealismus
  • Hohe Feinfühligkeit
  • Intensives Empfinden und Wahrnehmen von Erlebtem
  • Verlässlichkeit
  • Sehr gute Wahrnehmung von Details
  • Starke Verbundenheit von der Schönheit der Natur und Kunst
  • Tiefe Reflexionen und Denken in großen Zusammenhängen
  • Hohe Kreativität

Negativ besetzte Aspekte in der Hochsensibilität sind:

  • Geringe Stressresistenz
  • Neigung zu diversen Überempfindlichkeiten  (Allergien, Nahrungsmittel)
  • Abgrenzungsschwäche
  • Hohe Schreckhaftigkeit
  • Neigung zu Überreaktionen
  • Rasche Gereiztheit
  • Hohes Rückzugsbedürfnis
  • Regelmäßiges Überforderungsgefühl

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